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Umzug weitestgehend überstanden. Lebe noch.
6.5.07 15:01


@welt-fremd das ist allerdings was.

Die neue Wohnung ist wunderschön, aber ungewohnt. Wir haben nur noch einen riesigen Raum; lediglich Küche und Bad bilden eigene Zimmer. Im Moment sitzt mein Gefährte auch in der Küche; ich muss mich erst daran gewöhnen, dass er immer im gleichen Raum ist wie ich, auch wenn ich logge (wovon er nichts weiss) oder auf Seiten bzw. in Foren bin, die er nicht kennt und von denen ich auch nicht möchte, dass er sieht, wenn ich sie besuche.
Die Sonne scheint so oft hier rein. Es ist wunderbar hell und insgesamt war der Umzug zwar Stress, hat aber jetzt schon richtig gutgetan. Ich freue mich darauf, wenn all der Kleinkram endlich erledigt ist und ich mich wieder ins Lernen stürze.

Stabilität? Ja; ich würde sagen, eine labile Stabilität. Ich weiss, dass es kippen kann, aber es geht mir an sich gut. Schön, Ruhe in sich zu spüren.

6.5.07 19:55


NIN - The Great Destroyer

Fahre mit dem Bus vom Bahnhof zu unserer Wohnung. Sehe eine Menschenansammlung um ein Haus, dahinter Polizisten. Vollausgerüstet, stürmen das Gebäude. Lese die Plakate, die in den leeren Fensterhöhlen hängen. "Ein leeres Hotel gehört allen"

Da werden wieder Hausbesetzer verjagt. Wozu? Das Gebäude steht und wird nicht genutzt. Eines am Dreispitz wurde vor drei Jahren geschlossen, darin hatten Partys stattgefunden, es sollte abgerissen werden. Es steht heute noch, leer, ungenutzt. Wozu? Wieso soll darin niemand wohnen dürfen? Wieso soll darin keine Kultur Platz finden? Es verwendet ja keiner mehr und so baufällig ist es offenbar doch nicht, sonst hätten sie es längst kaputtgemacht und was Neues hochgezogen.

Und dann läuft während dieser Szene auch noch "The Great Destroyer". I hope they cannot see... das hoffe ich wirklich. Wäre gerne ausgestiegen. Hätte den Autonomen gerne meine Unterstützung zugerufen. Aber ich habs zu spät gesehen, die nächstgelegene Haltestelle war schon vorüber. Lieber alle informieren, heute abend Nachrichten zu gucken.

Solche Szenen machen mich wütend. Aber auch traurig. Und ich frage mich nicht nur, warum man die Autonomen nicht einfach lassen, ihnen nicht einfach Gehör schenken kann. Ich frage mich auch, wieviele von den Polizisten dort beim Einsatz sind, weil sie zuschlagen wollen und wieviele der Polizisten dort sind, obwohl sie die Meinung der Autonomen teilen. Die tun mir besonders leid. Müssen einen Einsatz durchziehen, der gegen ihre Überzeugungen geht und ziehen dabei noch den Zorn all derer auf sich, die ihre Überzeugungen teilen. Und wieviele tun einfach, ohne zu hinterfragen? Wieviele Passanten sind aus politischer Überzeugung stehengeblieben und wieviele aus Schaulust?

Welcher wäre ich gewesen, welcher Anteil hätte überwogen?

Zwei Stunden ist der Anfang der Aktion her, floss mittlerweile schon Tränengas?

Sind sie noch dort?

Oder ist das Gebäude jetzt leer und leblos, wie es war, bevor die Autonomen kamen? 

7.5.07 13:06


Sind die Zeiten, in denen ich tiefste Schattentäler durchwanderte, wirklich vorbei? Oder wird mir bloss die Pause gegönnt, nach der ich so lange fragte?
13.5.07 10:07


Aha, da ist doch ein Vertrauter wieder: Die Angst. Keine so überwältigende, alles verschlingende, lähmende Angst, sondern "nur" die latente, unterschwellige, immer drohende, nagende leise Furcht, die dich daran erinnert, was geschehen könnte. Letzte Woche habe ich meiner Thera gesagt, dass immer noch bestimmte Ängste bestehen und mir die im Beruf Schwierigkeiten bereiten könnten, dass ausserdem die quälende Frage des Warum deshalb immer noch da ist. Sie meinte, wir sollten zuerst die Ängste bearbeiten, denn wenn die so stark sind, werden die immer alles, das mit dem Warum zu tun hat, gleich wieder wegschliessen und wenn wir erst, zitiere, ein Gefäss erschaffen haben, in dem all das Platz haben darf, also - übersetzt - eine Möglichkeit, die Ängste eine Zeitlang auszuhalten, ohne alles wegzuschliessen, dann können wir uns die Frage des Warum nochmal stellen - falls nötig. Sie möchte das nicht tun, das weiss ich, ich aber schon. Wenn es wirklich ein Missbrauch war, möchte ich das wissen. Und wenn nicht, möchte ich wissen, was denn solche Spuren hinterlassen konnte und warum so und nicht anders.

Gestern kurz vor dem Einschlafen schoss mir ein Name in den Sinn. Emily. Ich glaube, Rabenfeder hat sich endlich mit Namen vorgestellt. Ganz sicher bin ich noch nicht, darum spreche ich sie vorläufig mit beiden Namen an. Aber wenn sie mal stärker da ist, kann ich sie ja nochmal fragen.

...ein Traum... ich hätte meiner Mutter erzählt, durch das Erschaffen unterschiedlicher Persönlichkeiten hätte ich es geschafft zu überleben... dabei hat der Traum übertrieben, ich bin ja nicht multipel, d.h. hab keine Amnesien oder so, in denen andere handeln, und ich weiss von jeder meiner Innenpersonen und -fragmente - na gut, von fast jeder, aber von jeder, die sich schon gezeigt hat... und ich hab immer die Kontrolle... jedenfalls den grössten Teil davon... 

14.5.07 09:10


Hmmm. Eigentlich wars gar nicht so schlimm. Es ging sozusagen um unterschiedliche Spannungszustände im Körper... also: Mein Nacken ist verspannt, meine inneren Organe krampfen zusammen, mein Kopf schmerzt. Ok, das haben wir wahrgenommen, aber was ist mit Armen und Beinen? Aha, denen gehts gut. Die sind entspannt. Gut, was sagen die Füsse? Was sagen die Augen? Undsoweiterundsofort. Einfach wahrnehmen, was alles im Körper passiert. Nichts verändern, höchstens einfach geschehenlassen. Und beobachten. Mehr nicht.

Die Angst war gar nicht nötig. Diese Art von Arbeit ist zwar anstrengend, weil sie Konzentration erfordert -

 

Aber man distanziert sich ein Stück weit von den Gefühlen. War das ein Fehler? Oder geht es um das Heraustreten aus sich, um eine neutral mitgeprägte Sicht? 

14.5.07 22:26


Neues Lernsystem: Kräuterlexikon bei Beepworld erstellen. Bis jetzt eine reine Zweckgeschichte
15.5.07 15:21


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