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Design by Celtic-Fantasy
ich

K.D kommt bald vorbei. In etwa einer halben Stunde. Sie wollte eigentlich schon um 3 dasein, aber sie hat sich über Nacht selbst ausgesperrt (auf die Geschichte bin ich echt gespannt!) und musste erstmal ausschlafen.

Gerade eben hat mein Rücken eine heimtückische Klemmattacke gestartet. Kenne das schon zu gut. Eine einzige Bewegung und plötzlich tat alles von diesem Wirbel aus über die anliegenden Rippen bis vorne zum Brustbein weh. Sogar das Atmen fühlt sich dann an, als hätte man ein Messer zwischen den Rippen, das bei jedem Atemzug tiefer reingedrückt und in der Wunde bewegt wird. *args*
Akute Hilfe: Schröpfgläser. Zum Glück können sowohl mein Gefährte als auch ich damit umgehen. Erstmal gründlich drübermassieren - das tut selten so gut wie mit den Gläsern - und dann eine Weile ruhen lassen. Mein Rücken ist wahrscheinlich blau, aber es hat geholfen. Inzwischen klemmt es nur noch ein bisschen.

Hab mich nun doch für dieses Design entschieden. Es gefällt uns allen gut, als einziges unter all denen, die ich durchgeackert habe. Ich hatte mal etwa 10 verschiedene zur Auswahl, aber irgendjemand meinte immer "nein" - nur bei dem hier nicht.
Selbst kreieren müsste man können. 

Ich glaube, irgendwas wollte ich zum Seelenzustand aufschreiben... aber ich weiss nicht mehr was... ist eigentlich auch egal, heute zählt nicht, nach so vielen Feiertagen muss man fast von einem Kater ausgehen. Aber ab morgen gehts wieder ans Lernen *phroi* und leider auch ans Arbeiten... auch wenn die neue Arbeit nicht mehr so schlimm ist wie die alte (Donnerstag *schauder*)...

 

Die Kleine ist immer noch nicht wieder da... 

1.1.07 18:09


Na endlich, es geht wieder. Den ganzen Morgen versuche ich mich schon einzuloggen und immer kam nur eine leere weisse Seite *grummel*
Dabei ist es echt dringend - nicht für mich, für den Kern...

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Ich sterbe. Im Ernst, so fühlt es sich an. Ich sterbe. Ich würde auch gern sterben. Einfach gehen. So tief unten war ich schon länger nicht mehr; kann nicht sagen, lange, denn das wäre gelogen.
Lügen. Apropos. Ich lüge ja eh nur. Ich lüge und betrüge und heische Aufmerksamkeit, weil meine Schwester jahrelang soviel Aufmerksamkeit bekommen hat, als sie krank war, und ich nicht und ich deshalb jetzt einfordere, was sie auch bekommen hat. Das ist der neueste Selbstvorwurf. Ich lüge nur. Was für ein Unsinn, aber ich lüge ja nur, selbst mit dem Unsinn. Und wieder: Ich sterbe. Die Sonne scheint einfach nicht, es ist finster, unendlich finster und nicht einmal die Musik vermag mich wirklich herauszureissen. Er hat mich eben gefragt: Du bist schon den ganzen Tag so schlecht drauf, ist irgendwas? Nein, natürlich nicht, einfach nur schlecht geschlafen. Ok, ich habe schlecht geschlafen, aber das ist nicht der Grund, warum ich schlecht drauf bin, sondern weil es gestern urplötzlich losgeschlagen hat, habe ich schlecht geschlafen.
Diesmal ist es soweit. Nur eine Gelegenheit, zu der ich alleine bin, das reicht mir. Vielleicht schicke ich ihn sogar nach draussen, um was Frühstückartiges zu holen. Oder ich schliesse mich in meinem Zimmer ein, aber das ist auffällig, dann riecht er Lunte. Naja gut, wieso soll er nicht, spätestens heute abend ist der Fall sowieso klar, wenn wir im Bett liegen. Ahhh und ich hasse mich dafür, wieso tue ich ausgerechnet IHM so weh (tue ich das? - Halt die Klappe, Verstand).
Aber ich bin ja selbst schuld. Ich will ja nicht gesund werden. Ich will ja nicht aus diesem Sumpf herauskommen. Ich will ja darin hängenbleiben, hilflos, stets dagegen ankämpfend, aber einfach nicht stark genug gegen diese Lawine. Ich will mich ja nicht herausreissen, sondern untergehen. Ja komm, gib mir mehr - mehr Selbstvorwürfe, mehr Selbstzerfleischung

- das ist das Stichwort... Selbstzerfleischung... wie oft hatte ich das schon... und ich glaube, dieser eine Selbstvorwurf stimmt: Ich will es nicht wahrhaben, die Ursache für all das. Ich will nicht wahrhaben, dass kein Riesendrama verantwortlich ist für den grössten Teil des Leids, selbst wenn es vielleicht mal eins gegeben hat, ist es viel schlimmer, immer wieder auf Perfektionismus hereinzufallen und sich selbst kritisieren zu lernen, ohne sich selbst loben zu lernen.

 

Ergänzung:

Toll gemacht, wirklich ganz toll. Ich musste natürlich wieder Blut sehen. Und bin dabei so dumm und guck mich die ganze Zeit im Spiegel an, so kanns ja nicht wirken. Und lasse mich auch noch prompt von IHM überraschen. Er hats, glaube ich, nichts gemerkt, aber davon erzählen muss ich natürlich trotzdem, oder es ihm zeigen oder wie auch immer. Wieso. Wieso lasse ich sowas zu, wieso tue ich sowas. Ich könnte immer noch mehr, ich will noch mehr, es reicht nicht, ich will noch mehr ;(

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Jetzt wirkt es - Stunden später - jetzt brennen die Wunden und ich fühle mich besser, bis auf die Tatsache, dass er natürlich noch davon erfahren muss... der Druck ist nicht ganz weg, aber ich glaube, das vergeht bis morgen - oje, und dann der Termin bei S., sie weiss zwar davon, aber glaubt, ich sei davon weg - bei ner Massage muss sie's fast sehen... waaah aber mit ihr kann ich wenigstens reden und sie wird nicht "böse sein"...
Die Webpage wurde dafür ergänzt. 

2.1.07 19:05


Da waren mehrere am Werk...

Moppel (Morenar) musste zum Tierarzt. Arme Ratte, hat wohl eine Bronchitis oder vllt. auch was auf einem Lungenflügel. Bekommt jetzt Antibiotika, darf also ganz viel leckeres Zeug naschen: Marmelade, Rahm, Trockenfrüchte... alle immer mit AB versetzt, aber so nimmt er das Zeug freiwillig. Er hat auch abgenommen - so wird er eben wieder unser Moppelchen.

Zweitausbildung. Chaotisch, die Sache, irgendwie... bah, mag gar nicht drüber nachdenken, was da an KRAM und BLÖDSINN auf mich zukommt. Und ich müsste halt nach Bern pendeln... ja nu, dann halt, mach ich auch gern. Aber ich will nicht an die Aufnahmeprüfung. Die macht mir irgendwie Angst, die ist fies...
Und immer das Scheissgeld... Geld, Geld, Geld, als ob das das Wichtigste im Leben wäre, ich bekomme das Kotzen, wenn ich an den latenten Geiz in der Familie denke, der insbesondere bei meinem Vater so gern zum Ausbruch kommt. Geld, Geld, Geld - und ich lebe unter dem Existenzminimum, aber er hat ja SOOOOO WENIG von seinem Lohn übrig, selbst schuld, wenn er 3 Kinder auf die Welt setzt und seine Frau verlässt, dann bleibt halt nur noch ein Fünftel übrig (eigentlich ja mehr, aber wen kümmert schon, dass wir Kinder fast nichts haben?), mich hätte er auch auslassen können, dann wär er im Februar alle Verpflichtungen los. Geld, Geld, Geld, aber dass ich halt ein spezielles Kissen brauche, wegen meinem verdammten Nacken, wegen meiner krummen Wirbelsäule und das halt was kostet, weil ich sonst zwei bis drei Tage in der Woche Kopfschmerzen habe, dass ich glaube, mein Kopf würde explodieren, DAS ist ja nicht wichtig, neiiiiin! Sowas ist viel zu teuer, es geht um Scheiss-90fr für ihn, mein Gott, ist das viel, aber meine Mutter zahlt den Anteil gern. Und dass ich nicht studiert habe, dass ich Sünder nicht aufs Gymnasium gegangen bin, obwohl er mir sogar eine Privatschule gezahlt hätte, das ist ja der Grund, warum ich jetzt so teure andere Ausbildungen mache, warum ich jetzt eine zweite Ausbildung will, um meine erste zu perfektionieren - aber er hat ja sein Studium allein finanziert und seine Eltern nichts gekostet, sischa, hat ja auch zuhause gewohnt, keine Miete, kein Essen, keine Rechnungen gezahlt ausser die für die Uni und das mit einem Job, wo er jeden zweiten Sonntag für zwei Stunden zu tun hatte und fürstlich bezahlt wurde *Kopf gegen Wand renn* was für ein Vergleich!

In der Stunde muss ich los... zu S. ... fühle mich nicht wohl dabei... sie wirds mitkriegen... könnte schon wieder, aber das ist nur die Angst, das ist vorbei, wenn ich dort war... ahh -.- 

3.1.07 12:39


Amarië

Wenn du aus der Hölle entweichst, stellst du fest, dass sie nicht das Schlimmste war. Viel schlimmer ist es zu merken, dass du sie in dir trägst und sie dort an dir nagt, ganz langsam ihren unstillbaren Appetit befriedigt, Bissen für Bissen, und du spürst, wie du allmählich immer mehr auseinandergerissen wirst, schön langsam, damit du es bis zum Schluss erträgst. Zu oft habe ich es gesehen, zu oft, wie einer daran zerbricht, auseinanderfällt in viele kleine Splitter und daran zugrunde geht...

Lheitha nin! 

Wenn du aus der Hölle entweichst, fängt die wahre Qual erst an, denn du merkst, dass sie sich tief in deine Seele eingegraben hat und immer wieder ein Stück aus ihr herausreisst, gerade genug, um dich ständigem Schmerz auszusetzen, und jede Narbe, die sich auf deiner Seele bildet, dich allmählich entstellt und zum Monster verzerrt. Zu oft habe ich es gesehen und selbst gespürt, aber ich will nicht so werden, ich will nicht fallen. Zu tief sitzt der Schmerz und selbst das Licht, tief in meiner Seele verankert, vermag nur schwach sich gegen die Krallen der Finsternis zu erwehren, die es greifen und zerstören möchten, schlucken, auf dass es immer verlösche.

Ich will nicht fallen, ich will nicht zerbrechen! Lheitha nin, lheitha men!

3.1.07 17:52


ich

*schauder* Was hab ich denn heute Nacht geträumt...

Ich war anscheinend hochschwanger und hab irgendwo ganz plötzlich mein Kind geboren. Da gabs aber viele seltsame Begleitumstände dazu, allein schon, dass ich keinerlei Wehen hatte und auch keinen Geburtsschmerz, obwohl ich keine medizinische Versorgung hatte, dass das Kind angefangen hat zu schreien, ehe es ganz geboren war, dass ich es an einem Haken (?!?) herausziehen konnte, den es aber später nicht mehr im Kopf hatte, dass ich bis zuletzt nicht sicher war, ob ich das Kind überhaupt haben wollte und mich auch schwer damit tat, Muttergefühle bzw. Liebe zu entwickeln, sie aber zum Schluss empfand -

Alles sehr seltsam, zumal ich selbst mir absolut sicher bin, dass ich kein Kind haben möchte, aber Träume suchen sich ja andere Symbole als das Leben und von daher glaube ich eher, dass gerade was am Entstehen ist, von dem ich mir nicht sicher bin, ob ich es will - wenn ich nur wüsste, was gemeint ist... 

4.1.07 11:12


Heute ist wohl mal wieder die Sektion Selbsthass dran. Irgendwann im Verlauf vom Nachmittag kams raus und ich hatte nur noch einen Wunsch: Wieder die Klinge... Nach Hause, allein sein und eine schöne, scharfe Klinge... naja, nach Hause bin ich ja gekommen, aber allein sein? Das ist sozusagen der grösste Haken, wenn der Partner arbeitslos ist: Man ist zuhause selten allein...
Hm... ein Schorf weniger... ganz aus Versehen, vor lauter Heilung hat es halt gejuckt und ich hab nicht gesehen, wo ich gekratzt hab - jetzt blutet es ein bisschen... aber nur minimal...
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Hilfe! Hilfe, warum beschützt mich niemand? Warum hilft mir keiner?
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Und das frage ich, obwohl ich ganz genau weiss, dass ich eigentlich keine Hilfe verdient habe. Oder es zumindest sehr fest von mir glaube.
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Nimm mich in den Arm, halt mich bitte fest, beschütz mich, ich hab Angst, ich fühle mich so entsetzlich alleine...
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Was fasse ich da in Worte? In meine Worte natürlich, nicht in die der Person, von der sie eigentlich wahrscheinlich kommen... es ist nur dieses Grundgefühl - hilfe hilfe, Angst - das immer wieder herausbricht, das Alleinsein, allein und irgendwie... ausgeliefert? Nein, so ganz trifft das Wort eben nicht zu... allein im Dunkeln und - verloren. Verloren, das triffts eher, oder vergessen? Auch nicht ganz... oder...
Unsichtbar? Übersehen werden? Nicht ich, aber etwas von mir. Schmerz, ja, irgendwie sowas... übersehener Schmerz...
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Will nicht mehr... will nach Hause, nein, will nicht mehr! Lass mich gehen, lass mich in Ruhe, ich will nach hause, lass mich! Nein, hör auf!
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Ich weiss nicht, woher das kommt. Vielleicht, weil ich so oft erleben musste, wie Gleichaltrige sich einen Spass daraus machten, sie zu quälen
- sie, die Kleine, das vergessene Mädchen, vielleicht sollte ich neuerdings sagen, das übersehene Mädchen, denn das wurde wirklich immer übersehen...
Aber ich bin mir nicht sicher, ob es daher kommt. Es könnte sein, aber ob die Qual so gross war, wie sie hier klingt?
Wahrscheinlich schon, aber nur wahrscheinlich...

Das macht mir Angst... 

4.1.07 21:04


i believe i can see the future
because i repeat the same routine...

Es fühlt sich wieder alles tot an, tot und ... unlebendig, ich finde einfach keine Worte dafür, aber ich glaube, sowas wurde auch noch nie wirklich beschrieben, nicht in eigenen Worten, die es bräuchte... alles, was Freude machen sollte, streift an mir vorüber, ah ja, äusserlich macht es Freude, aber in mir drin? Nein - und sehen kann und darf es niemand...

i think i used to have a purpose
then again that might have been a dream...

Ich hatte soviele klare Ziele vor Augen, wusste, wo ich hingehöre. Ein Teil von mir weiss es bestimmt jetzt auch noch, aber dieser Teil schweigt oder wird zum Schweigen gebracht. Es bleibt alles still in mir, das Engagement, die Freude an der Berufung, die Begeisterung für die Sache, die Flamme, die mich sonst entzündet - scheint verloschen...

i think i used to have a voice
now i never make a sound
and i just do what i have been told
i really don't want them to come around
oh no...

every day is exactly the same
there is no love here and there is no pain
every day is exactly the same...

Keine Liebe, kein Schmerz, auch kein Glück und kein Zorn, es existiert nichts, er drückt es so richtig aus, es existiert nichts, einfach NICHTS - und verloren in diesem Nichts merkt man, dass man verzweifelt sein sollte, aber nicht einmal das ist, dass man wahnsinnig werden sollte ob der eigenen Gefühllosigkeit, aber nicht einmal das empfinden kann... denn es gibt nichts...

i can feel their eyes are watching
in case i lose myself again
sometimes i think i'm happy here
sometimes... yeah, i still pretend
i can't remember how this got started
but i can tell you exactly how it will end...

Wo es endet? Im Stumpfsinn. In andauernd stupidem Zustand, tun, was verlangt wird, Roboter werden, innerlich sterben, aber hey, die organische Uhr geht noch und Ansprüche stellt die Person auch nicht mehr, optimal für diese Welt, oder nicht?
Nur heftig, wenn man vor lauter Gefühllosigkeit über diese Zustände nicht einmal mehr kotzen möchte...

every day is exactly the same
there is no love here and there is no pain
every day is exactly the same

i'm writing on a little piece of paper
i'm hoping someday you might find
well i'll hide it behind something they won't look behind
i am still inside...
a little bit comes breathing through
i wish this could've been any other way
but i just don't know... i don't know what else i can do...

Verstecken, damit es keiner sieht, verstecken, damit vor allem die Falschen es nicht bemerken könnten - die Falschen, das sind eigentlich alle: Alle, die es einem übelnehmen könnten, alle, die es nicht verstehen würden, alle, die es kritisieren würden, alle, die etwas dagegen unternehmen und mich herausreissen wollten und zu guter Letzt natürlich alle, die mir nahestehen und die sich deshalb Sorgen machen könnten. Also an wen richtet man die Bitte um Hilfe? Denn das Selbst erwidert sie nicht.

every day is exactly the same
there is no love here and there is no pain
every day is exactly the same..

Und der Grund dafür schweigt sich wieder aus.

 

Ps.: Danke Trent Reznor für dieses Lied, für diesen Text und für einige mehr auch... du triffst den Nagel auf den Kopf... (Gemeint ist der Kopf von Nine Inch Nails, falls wer das gerade nicht weiss)

5.1.07 18:29


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