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Marion

Die Kleine hat immer noch keinen Namen... das ist scheisse... und sie zeigt sich kaum noch, aber die Elbe auch nicht, die auf sie aufpassen sollte. Hoffentlich geht das wieder vorbei.
23.12.06 09:46


Wir

Dusche. Mit meinem Gefährten.

Alles fast normal, bis er auftaucht. Nackt natürlich, unter der Dusche trägt man keine Kleider. Ich merke schon, etwas bahnt sich an. Er geht zuerst drunter, wäscht sich. Panik steigt auf. Unbegründbar, sie ist einfach da. Meine Wahrnehmung verschwindet, die Realität ist ein seltsamer, irrwitziger Albtraum. Panik, der Traum müsse harmlos gegen die Wahrheit sein. Ich versuche mit dem Verstand darüber nachzudenken, ob ich ihm etwas sagen will, schaffe es nicht. Der Schimmel an der Decke, sonst der Freund und Helfer in so einer Situation, weil er die Realität des Geschehens bezeugt, ist auch weit weg, Teil des Traumbilds. Ich selbst bin nicht mehr. Die Panik steigert sich. Man sieht mir nichts an, aber mein Kreislauf droht zu zerspringen. Ich drehe mich weg, während wir reden. Sehe den Wasserstrahl an, die Wand, die Platten, irgendwas, aber meine Augen fixieren nichts. Nur bitte nicht umdrehen. Nicht DA hinsehen. Nicht, nein. Dann geht er. Die Panik bleibt. Ich tue, was ich tun wollte, rasiere mir die Beine. Panik, und ein Stück irre Ablenkung. Denke über Hochbetten im Ikea nach, aber die Panik bleibt. Die Klinge ruft. Blut. Bitte, Blut. Bitte, bitte, Blut! Gehe wieder unter den Wasserstrahl. Halte mir die Hände vor die Augen, vors Gesicht. Nein, es ist nicht da. Halte auch den Mund zu, nein, es existiert nicht. Sie schreit und weint. Es ist nicht da, ich sehe es nicht, spüre es nicht, rieche es nicht, schmecke es nicht. Es ist nicht da, es darf nicht dasein, es existiert nicht. Realiwas? Die Wand existiert nicht, ich könnte durch sie hindurchgreifen, aber ich darf die Hände nicht vom Gesicht nehmen, sonst sehe ich es und es darf doch nicht dasein. Blut. Bitte, Blut! Schmerz und Blut, ich möchte leben, bin so weit weg, bitte beende die Situation, bitte hör auf, Blut! Er könnte es aber sehen, noch während ich es tue. So sehr mich die Angst gepackt hat, das möchte ich ihm nicht antun. Ein letztes Stück Realität, das bleibt: Das möchte ich ihm nicht antun. Dennoch, Panik, Angst -

Resignation. Nichts. Leere. Keine Kraft mehr da. Muss Wasser abstellen. Ich tropfe - Leere. Es ist mir egal. Was passiert, ist mir egal, was mit mir passiert, ist mir egal. Kann mich nicht mehr wehren, es passiert eben. Bin weit, weit weg. Leere, Nichts. Der Duschvorhang muss zur Seite gezogen werden. Leere, mein Arm handelt ganz mechanisch. Da liegen die Handtücher, das vordere ist deins. Leere, Nichts. Schmerz, ganz tief drin. Schmerz, drumherum Nichts, Leere.
Dann sehe ich mein Fussgelenk. Da ist Blut. Ich muss mich beim Rasieren geschnitten haben und habe es nicht gemerkt. Es ist nicht viel, aber es ist rot und es kommt aus mir heraus. Blut, Leben. Gerade genug, um nach draussen zu gehen, mich anzuziehen und mit Schreiben anzufangen. 

So geht es immer. Erst kommt die Angst, zerreisst mich, lässt mich verzweifeln und dann resigniert etwas in mir. Stirbt, wird tot. Jetzt versuche ich zu atmen und es blockiert. Die Angst ist immer noch da, nur überdeckt von der Resignation -

Ich friere, obwohl ich doch gerade aus der heissen Dusche kam... vielleicht hilft ein Ingwertee, der heizt und brennt ein bisschen auf der Zunge.
Hab einen Kloss im Hals. Möchte eigentlich gar nicht schlucken. Hasse es, hasse auch mich mal wieder. Wieso. Wieso rede ich nicht mit mir. Wieso. Da wären Tränen, aber ich will sie nicht mal. Wo sie doch sonst oft so guttun. Ich will sie nicht, sie würden mich retten, aber ich will keine Rettung, sondern Vernichtung.

23.12.06 15:56


ich

"ich vermisse dich." Das tut so irre weh!

Gerade nach Situationen wie gestern... ich würde mich ihm so gerne schenken, mit Haut und Haaren, würde so gerne eine ganz normale Beziehung mit ihm führen, würde ihn so gerne lieben und ihm das auch in ALLEN Belangen des Lebens zeigen und ich kann es nicht, verflucht, ich schaffe es einfach nicht.

Jedesmal, wenn er das sagt, "ich vermisse dich", würde ich am liebsten laut losschreien und mein Schicksal verfluchen, welcher Art auch immer es ist, jedesmal würde ich ihn am liebsten anschreien, wieso er mir so wehtut, indem er das sagt, obwohl ich doch weiss, dass er mich nicht drängen will, obwohl ich es jedesmal spüre, dass er mich nicht drängen will, jedesmal würde ich am liebsten sofort mein aktuelles Leben beenden und ein ganz Neues anfangen, einfach damit er mich ganz haben kann, damit wir uns ganz haben können, damit dieser verdammte Schatten nicht mehr dazwischensteht, der mich zerreissen will.

Und sowas gleich am Weihnachtsmorgen -.- aber genauer betrachtet ist es ja egal, an welchem Tag sowas kommt, schmerzen tut es immer gleich fest. 

24.12.06 11:34


Heute backen wir Plätzchen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann wir das letzte Mal Plätzchen gebacken haben. Und ganz viele, wir wollen drei verschiedene machen, Schoggikugeln und Orangenplätzchen, die habe ich noch nie gegessen, und Haselnusstengel und für Mama und für Papa einen Spitzbuben, für jeden einen Riesigen.

Ich hoffe, dass der Tag schön wird. Ist schliesslich Weihnachten. Aber J. geht es nicht so gut, er brummelt die ganze Zeit. Ich mag das nicht, wenn andere schlechte Laune haben, da bekomme ich immer ein bisschen Angst.

24.12.06 11:44


ich

Drei verschiedene Sorten Plätzchen, die ich gestern gemacht habe, und heute noch die Riesenspitzbuben (+ ein paar normale für uns natürlich). Ich kann Teige und Förmchen und all das Zeug echt nicht mehr sehen - aber ich bin richtig stolz auf mich. Sie sind nämlich allesamt gut geworden.

Wir haben spontan entschieden, nach dem Weihnachtsessen mit der Familie doch noch auf die obligate BlackChristmas-Party zu gehen. Mal sehen, ob die Organisatoren was Besseres bieten als im Verlauf des vergangenen Jahres bei ihren anderen Events, ich hoffe es sehr.
M. hatten wir gefragt, ob sie mitkommt, leider kam bislang noch keine Antwort. Sie hängt wahrscheinlich wieder mit "ihrer Maus" ab... langsam kotzt mich das an, immer nur sie, immer nur "ihre Maus"... als ob sie ohne M. sterben würde.

Dafür wird der Abend sicher schön (hoffe ich jedenfalls schwer).
25.12.06 17:32


Elona

Was für ein Schock zum Frühstück... kam gestern von einer Party heim, nach dem üblichen Weihnachtsgefutter mit der Familie, gab Elona noch ein bisschen Rahm zu schlabbern, da war sie noch fit - heute morgen stehe ich auf und ihr Riesentumor ist aufgeplatzt, das sieht fürchterlich aus - ein Tumor, fast so gross wie die Maus, ist von oben bis unten einfach aufgerissen - und heute ist 2. Weihnachtsfeiertag, die Tierärzte haben geschlossen und die Nottierstelle ist so wahnsinnig weit weg, da kann ich ihr den Transport nicht zumuten, da muss ich befürchten, dass sie unter Stress und Schmerzen schon unterwegs verstirbt...

*heul*

Wie gut, wenn es jemanden in der Verwandtschaft gibt, der sich gut mit Chemie auskennt. Mit Äther kann man sanft töten, sozusagen; wenn man weiss, wie. Glas, Maus rein, Wattebausch drüberhängen, Äther strömt herunter, betäubt sie erstmal, sie schläft ein, merkt nichts mehr, noch mehr Äther strömt runter, Gehirn und Lunge reagieren, sie wird nach Luft schnappen, aber davon nichts mehr merken - und dann einschlafen, frei von Schmerzen... Nur wo bekomme ich jetzt Äther her...

*heul* ich kann das nicht... aber ich muss, ich will sie nicht unnötig leiden lassen

 

Update: Notfallapotheke hat keinen Äther mehr, in der Kälte ist sie unmöglich transportfähig und eine andere Apotheke gibts nicht in erreichbarer Nähe. Wenns kommt, dann wohl immer richtig dick...

26.12.06 14:13


Noch so verschlafen, dass ich gar nicht merke, wo ich mich eingeloggt habe, eigentlich wollte ich nämlich zur HP...

Elona ist gestern gegangen. Wir sind dann doch noch zum Tierarzt, gestern hatten sie ja wieder offen. Sie ist zuletzt erstaunlich gut mit dem Tumor zurechtgekommen, aber es hätte keinen Sinn mehr gehabt. Das arme Tier hätte doch nur eine Entzündung nach der anderen durchgemacht und wäre irgendwann daran gestorben.
Hab geheult, wie immer, wenn sowas passiert...
Morgen beerdigen wir sie. Wie immer beim Fels, da wo alle liegen. Ich wäre gestern schon da hingegangen, wenn ich nicht arbeiten müsste.

Arbeit... ein Bauchwehthema, ehrlich... ich bräuchte mal Ferien na gut, ich bräuchte Ferien, die länger als einige Monate dauern. Bin wie üblich an dem "mag nimmer"-Punkt.

Bin so müde... sollte wieder schlafengehen, muss aber langsam einen vernünftigen Rhythmus bekommen... oder muss ich wirklich? 

28.12.06 09:26


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